Schulpferde-Cup am 1. August 2009

Ein Bericht von Insa Straehler-Pohl

Als ich hörte, dass unsere Reitschule an einem Turnier teilnehmen würde und ich die Chance bekäme, daran teilzunehmen, konnte ich mein Glück kaum fassen. Ich sagte natürlich gleich zu.
Wir begannen ab Montag für den Schulpferde-Cup zu trainieren. Ein wirklich anspruchsvolles Training und obendrauf eine von Sonne geflutete Woche, was die Anstrengungen nicht besonders minderte. Ich lernte wirklich sehr viel, nicht nur zum Thema Dressur, sondern auch in Sachen Springen. Es gehört doch einiges mehr dazu, einen Parcours zu springen als einzelne Hindernisse nach und nach zu bewältigen. Hierbei sind natürlich nicht nur der leichte Sitz oder der berühmte Knieschluss zu bedenken – nein, besonders die Reihenfolge und die Richtung, in der die Hindernisse zu springen sind, was hohe Konzentration fordert. Außerdem muss man bedenken, dass für einige Pferde Gestrüpp und Baumstämme zu großen Gefahrenquellen werden können und es somit manchmal ein kleiner Kampf ist bzw. man das Pferd überzeugen muss, das Hindernis doch zu überwinden.
Bei der Dressur war das hauptsächliche Problem für mich die Ausdauer. Aus 4 Minuten können dann ganz schnell gefühlte 20 Minuten werden, die man aber aushalten muss, um keine Störung in das Bild der Abteilung zu bringen.
Nachdem wir dann eine Woche lang intensiv an uns gearbeitet hatten, fühlten wir uns sicher für das Turnier. Am letztem Tag vor dem Turnier haben wir unsere Pferde für den Schulpferdecup vorbereitet: Schweife waschen, Putzkästen reinigen, Mähnen einflechten üben und auch schon die Ausrüstung für den kommenden Tag bereitlegen.

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Am 1. August trafen wir uns dann bereits um 6 Uhr morgens, um die Pferde zu verladen (was erstaunlich reibungslos verlief) und um die Autos zu packen. Auf der Hintour nach Süsel (nahe der Ostsee) stieg dann doch die Aufregung: Die Spannung, welche anderen Pferde und anderen Reitschüler uns erwarteten, ob alles glatt laufen würde und wie die Richter wohl bewerten würden.
Nach dem Ankommen im Reiterpark holten wir die aufgeregten Tiere aus ihren Hängern, die sichtlich erleichtert schienen, der Enge der Anhänger entkommen zu sein. Nachdem einige von uns die Konkurrenz in Augenschein genommen hatte, begannen wir auch schon die Pferde zu satteln. „Dalarna Team 1“ musste beginnen, das zweite Team (jeweils 4 Reiterinnen) schaute mit gedrückten Daumen bei der ersten Disziplin zu (Dressur). Mit einem guten Ergebnis – und ich denke, auch sehr erleichtert, versorgten wir die Pferde, danach machte sich auch das zweite Team bereit. Mir war ziemlich „wabbelig“ zu Mute, also versuchte ich mich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Brust raus, Schultern entspannt aber aufgerichtet und LOS. Es lief recht gut, wobei man im Nachhinein immer denkt, man hätte einige Dinge hätte besser machen können.
Nach der Dressur kamen wir zur Theorieprüfung. Wir lasen uns die Fragen durch und hatten bei kaum einer Schwierigkeiten, was uns ungemein entspannen ließ. Nachdem wir dann die Pferde mit Wasser nochmals erfrischt hatten (was wirklich nötig war, da die Sonne auf der Haut brannte), begann das erste Team sich auf das Springen vorzubereiten. Auch hier kam das zweite Dalarna Team mit, um das andere Team zu unterstützen. Natürlich liefen ein paar Kleinigkeiten schief, jedoch kamen alle durch den Parcours bis zum Ziel. Mit den Ergebnissen waren wir recht zufrieden. Auch die zweite Gruppe durchlief den Parcours recht flüssig. Nachdem wir auch diese Aufgabe gemeistert hatten, fiel die Anspannung großteils ab.
Die letzte Disziplin war dann das Vormustern (eine Kandidatin/ Team wurde ausgesucht um ein Pferd vorzustellen). Diese Aufgabe lief bei beiden Gruppen auch sehr erfreulich.
Kurz darauf kam es dann zur ersehnten Siegerehrung. Als wir so auf unsere Platzierung warteten, war ich sehr aufgeregt. Unsere Teams belegten den 5. und 6. Platz von 8, eine Leistung, die sich meiner Meinung nach sehen lässt. Es war schließlich unser erstes Turnier und wir hatten trotz der gründlichen Vorbereitung nur eine Woche Zeit. In der Theorieprüfung schlossen wir mit den besten Ergebnissen ab, was uns doch stolz machte.

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Jede von uns, auch die Reiterlehrerinnen, bekamen Schleifen, Stallplaketten, blaue HKM- Jacken, Pferdeleckerlis und Satteldecken für acht Pferde. Somit machten wir uns auf den Rückweg in den Stall. Dort angekommen luden wir unsere Ausrüstung sowie die Pferde aus und versorgten sie. Wir setzen uns anschließend noch mal zusammen und besprachen unsere erbrachten Leistungen.

Das Turnier sowie die Vorbereitungszeit hat mir sehr gut gefallen. Ich habe sehr viele Erfahrungen gesammelt, die ich auch versuchen werde im Reitunterricht zu berücksichtigen. Dies war nur möglich durch die großartige Unterstützung von Christina, Annika, Imme, Irma, Annelie, Lena und den Eltern von Nicole und Sarah: an dieser Stelle noch mal ein ganz großes Dankeschön!

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