Nachtrag: Springen im Herbst bei königlichem Wetter

Bericht von Paul über das Training im Geländepark Max Habel bei Süsel

Schon im April diesen Jahres bekam ich Mails mit dem Betreff: „Geländetraining im Reitpark Max Habel/ Süsel“. So fing ich schon im Frühjahr an, mich auf den Herbst zu freuen.
Für den Herbst wurde ein langes Wochenende im Reiterpark Max Habel geplant. Ende August rief Irma dann alle zu einem Planungstreffen zusammen. Nun schien der Ausflug plötzlich in greifbarer Nähe zu sein und es musste vorher noch viel geplant und organisiert werden, Transport, Übernachtung und Verpflegung für Reiter und Pferde bieten einige Herausforderungen.
Ein wirklich dickes Lob möchte ich an dieser Stelle an Irma aussprechen, die in der Vorbereitung viele Emails geschrieben hat, den Zeitplan und die Aufgaben nie aus den Augen verloren hat und uns an unsere Aufgaben freundlich erinnerte.
Doch Mitte September wurde Irma leider krank und gab die Verantwortung an Simone ab und dann stand der Ausflug vor der Tür und im Stall wurde das Gepäck der Pferde gepackt.

Am Freitag morgen trafen wir uns im Dunkeln im Stall, die Pferde wirkten überrascht, als sie zu früher Stunde aus ihren Boxen und von der Koppel geholt wurden. Als endlich alle Sachen in die Autos und die Pferde in die Hänger verladen waren und wir langsam vom Hof rollten, wurde es hell.
Bei strahlendem Sonnenschein kamen wir in Süsel an. Unsere Pferde waren spürbar aufgeregt aufgrund der neuen Umgebung. Herr Lewerenz, unser Trainer für die kommenden drei Tage und Gründungsmitglied des Reiterparks, begrüßte uns freundlich.

Am Freitag begann der Unterricht mit Aufwärmübungen, um Reiter und Pferde an die Umgebung zu gewöhnen. Unsere Pferde freuten sich über das große Gelände, das zu längeren Galoppstrecken einlud.
Nach einem Picknick in der Sonne begann Herr Lewerenz mit den ersten leichten Geländehindernissen, es galt steile Berge zu erklimmen und in die „Sandkiste“ hineinzuklettern.
Abends mussten die Pferde verladen werden, was sich als schwierige Angelegenheit herausstellte, und Herr Lewerenz brachte uns freundlicherweise mit einem Hänger und zwei Pferden zu unserer Unterkunft. Freitagabend saßen wir zusammen und aßen gemeinsam Abendbrot, nach dem ereignisreichen Tag gingen alle früh zu Bett. Simone mit Mae

Am Samstagmorgen trafen wir uns zum Frühstück, alle waren noch müde und still. Dieses Mal klappte das Verladen wie am Schnürchen, Reiter und Pferde waren nun aufeinander eingestimmt.

Am Samstag setzte Herr Lewerenz das Training fort und steigerte die Schwierigkeit der Sprünge etwas. Wirklich schön war zu beobachten, wieviel Freude das anstrengende Training nicht nur den Reitern machte, sondern auch unseren Pferden. Am Nachmittag ließ Herr Lewerenz die Reiter einen richtigen kleinen Parcours reiten, der allen wirklich viel Spaß gemacht hat.
Samstagabend gelang es uns allen, etwas länger wach zu bleiben uns so saßen wir noch eine Weile nach dem Abendessen gemütlich zusammen.
Sonntags ist der Park für die Allgemeinheit geöffnet und so war auch der Betrieb als wir ankamen. Herr Lewerenz hatte für diesen Tag ein Training auf der Galoppbahn geplant. Hier mussten wir mit unseren Pferden alleine eine etwa 1 km lange Strecke in einer vorgeschriebenen Geschwindigkeit reiten, die Herr Lewerenz als „Reisegalopp“ bezeichnet. Die Schwierigkeit bei dieser Aufgabe war es, unsere Pferde von ihrer Herde weg zu reiten und gleichzeitig die Geschwindigkeit einzuhalten.
Mittags fuhren wir mit Herrn Lewerenz nach Eutin und luden ihn zum Dank für seinen hervorragenden Unterricht zum Essen ein.
Auch nachmittags, manche mit volleren Mägen als andere, ging es wieder auf die Galoppbahn. Man merkte deutlich, dass unsere Kraft und Kondition nachließ, doch auch unsere Pferde schienen erschöpft zu sein. So beendeten wir das Galopptraining etwas früher als geplant und ritten mit unseren Pferden noch durch die Wassergräben im Park.
Anschließend verluden wir die Pferde und fuhren gen Heimat.

Ich fuhr hinter dem ersten Hänger hinterher und als wir den Kattenberg hinauf fuhren, wurden Bosse und Natan gleichzeitig unruhig, und als wir auf den Hof fuhren wieherten sie, um ihre Kumpels zu begrüßen.
Das Geländetraining war für uns alle sehr lehrreich und wir alle haben unsere reiterlichen Fähigkeiten verbessern können. Dass wir ein so wunderbares Wetter hatten, hat den Kurzurlaub nur noch schöner gemacht.

Ein wirklich großes Lob möchte ich noch einmal an Simone aussprechen, die zwar Respekt hatte, die Verantwortung und die Organisation zu übernehmen, diesen Job aber wirklich hervorragend gemeistert hat!!
Bedanken möchte ich mich auch bei Herrn Lewerenz, der mit seiner ruhigen Art uns alle sicher durch das Wochenende geführt hat und unsere Fähigkeiten immer richtig eingeschätzt hat.
Außerdem möchte ich mich bei Kerstin Boldt und Familie Craston bedanken, die freundlicherweise unsere Pferde von Kattendorf nach Süsel gefahren und auch wieder abgeholt haben, Herzlichen Dank an dieser Stelle!

Die Kurzurlauber

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